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Social Media und DAX Vorstände – zwei Welten prallen aufeinander

Die DAX Unternehmen sind in der Social Media Welt angekommen. Das sieht man an immer größeren Budgets und damit auch größerem Interesse. Gerade der HR Bereich boomt im Social Web, gibt es doch immer Karriereseiten und Employer Branding Kampagnen.
Allerdings gilt dieses große Interesse nicht für die Vorstände.

Social Media ist als Mehrwert erkannt. Jedes DAX Unternehmen ist dort aktiv, mit steigender Tendenz, wachsenden Budget und zunehmendem Zeitaufwand.
Wenn der Interessent nicht zur Unternehmens-Homepage kommt ,geht das Unternehmen eben zu dem Interessenten.

Und sie haben gute Gründe dafür:

Stärkere Bindung zur Zielgruppe.
Besseres Verständnis der Kundenwünsche
Frühes Erkennen sich verändernder Bedürfnisse
Involvieren der Kunden in Veränderungsprozessen und neue Produktentwicklungen.
Einführung von neuen Produkten.
Verkaufspromotions.
Rekrutieren von Talenten.
Stärkung der Identifikation mit der Unternehmensmarke.
Schnellere Information der eigenen Mitarbeiter
Bessere Einbindung der „Heavy User“ und „Meinungsbildern“

Eine Strategie, die auch von den Vorständen mitgetragen und mitverabschiedet ist.

Um so überraschender, dass nicht ein einziger Vorstand persönlich dort aktiv ist.
Auch die Vorstände der Telekom nicht, die man dort doch an vorderster Front vermuten würde.

Was sind die GRÜNDE?

• UNKENNTNIS mit der Welt der Social Media. (fehlendes Verständnis)
• FEHLENDE persönliche Relevanz (fehlende Relevanz)
• MANGELNDE Zeit (fehlende Zeit)
• Rechtliche HAFTUNGSRISIKEN (fehlende Sicherheit)
• FEHLENDE Unternehmensstruktur
• FEHLENDE Erfolgscases

Deutschlands TOP Manager sind nicht mit Computern auf die Welt gekommen. Während für Generation der 90ger Handys, Computer und iMacs zur Kinderstube gehörten, haben die aktuellen Vorstände Computer erst in Studium und im Berufsleben kennengelernt. So ist es in der mentalen Verankerung immer ein Arbeitsgerät geblieben und nicht selbstverständlicher Bestandteil des Lebens geworden.

Social Media ist durch „Bull Shitting“ groß geworden. Je lauter und aggressiver der Stil, desto höher die Followerzahl. Damit verorten Deutschlands Vorstände Social Media eher als Medium der Unternehmenswertvernichtung, denn als Mittel zur Wertsteigerung.

Es gibt keinen weltweit präsenten Case, der den Vorständen zeigt, wie jemand aus ihren Reihen durch konsequentes Engagement in Social Media den Wert des Unternehmens deutlich gesteigert hat.
Dem gegenüber sind die Medien randvoll mit Fällen, in denen ein Klick zum Todesurteil wurde. Social Media ist zur Massenvernichtungswaffe für Vorstände, Politiker und Prominente geworden. Meist zur Freude der klassischen Medien und unter dem Applaus der staunenden Öffentlichkeit. (Beispiel). Vroniblog stutz einen Grafen und Politikstar zum Lügenbaron zurück und ganz Deutschland macht mit.

In einer Welt, in der jedes Wort der Top-Entscheider auf die haftungsrechtliche Goldwaage gelegt wird und für millionenschwere Klagen missbraucht wird, ist die persönliche Äußerung ein risikoreiches Unterfangen. Und gemäß des Grundsatzes „what´s unwritten is untrue“ macht das geschriebene Wort es noch viel schlimmer. Denn einmal ins Internet geschossen ist es für alle Zeiten unauslöschlich, es wird bei Gelegenheit wieder hervorgezerrt, kopiert und vervielfältigt. Und selbst Aussagen, die heute richtig sind, sind in fünf Jahren falsch.

Unternehmen sind von der Geschwindigkeit und der Komplexität der neuen Medien genauso überfordert, wie ihre Agenturen. Kommunikationsstruktur und –architektur behindern die umfassende Steuerung. Noch liegen Marketing, PR, Corporate und Social Media auseinander, denn in einer Hand. So gibt es auch keine strategische Einbindung der Vorstände in diese Tätigkeiten.

Nachvollziehbarerweise mit dem enormen Druck, den hohen Risiken und der fehlenden Zeit verschwenden die Vorstände keine Zeit und keine Gedanken an Social Media.

Was lernen wir daraus?

• Solange es keinen Erfolgsfall gibt, werden Vorstände nicht aktiv.
• Allerdings entsteht eine Glaubwürdigkeitslücke, wenn das Unternehmen aktiv ist, die Vorstände nicht.
• Die Vorstände brauchen eine klar definierte Aufgabe in der Social Media Strategie des Unternehmens
• Die gezielte Einbindung ermöglichst spürbare Wertsteigerung bei der Stärkung der Identifikation, der Bindung von Talenten.
• Die ersten Vorstände, haben die größten Möglichkeiten sich zu profilieren.
• Social Media bietet die wirkungsvollste Möglichkeit die Identifikationskraft der Unternehmensmarke und des Vorstands zu erhöhen
• Der Fokus der Vorstände in Social Media liegt in der internen Kommunikation

(Chart 5 Wirkweisen)

Dass auch Benedetto und Queen Elisabeth in der Welt der Social Media aktiv sind, kann kein Zufall sein.
Aus Social Media wird somit Personal Media.

Hier gibt es die Untersuchung zum Download.

Bei Fragen kontaktieren sie einfach paetzel(at)dmarken(dot)de

Weitere Erwähnungen:
Nur 24 von 182 Dax-Vorstände in sozialen Netzwerken aktiv von Claudia Tödtmann (WiWo Management Blog)

Social Media ohne Vorstände auf medialdigital von Ulrike Langner

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30 Antworten auf: Social Media und DAX Vorstände – zwei Welten prallen aufeinander

  1. Sascha Stoltenow sagt: 15. August 2011 um 08:55

    Trotz – oder gar wegen? – der ersten medialen Resonanz auf diese Untersuchung: Ich halte sie für unfundiert, die Argumentation für lückenhaft. Oder ist sie gar ein Beweis für die These, dass Social Media durch “Bullshitting” groß geworden sei? (Eine These, die ich für ebenso unfundiert halte). Nun ja, die Gedanken sind frei, was aber nicht notwendiger Weise bedeutet, dass sie auch klug sind.

    Bemerkenswert unklug scheinen mir auch einige weitere Passagen des Blogbeitrags:

    “Die DAX Unternehmen sind in der Social Media Welt angekommen. Das sieht man an immer größeren Budgets und damit auch größerem Interesse.”

    Was ist die Social Media-Welt? Wo sind die validierten Zahlen zu den Budgets? Welches und wessen Interesse ist gemeint? Und warum DAX-Unternehmen?

    “Gerade der HR Bereich boomt im Social Web, gibt es doch immer Karriereseiten und Employer Branding Kampagnen.”

    Fehlt da ein “mehr”? Vermutlich ja. Und welche Zusammenhänge bestehen zwischen Social Media und HR? Könnte es nicht vielleicht auch sein, dass Employer Branding einer der wenigen Bereiche ist, in denen soziale Medien gut funktionieren, weil sie die Illusion des Persönlichen gut bedienen und über Bewegtbild emotionalisieren, während für echte Business Cases anderes gilt? Vielleicht, weil es dort eine andere Form von Beziehung braucht als die persönlich emotionalisierte?

    “Wenn der Interessent nicht zur Unternehmens-Homepage kommt , geht das Unternehmen eben zu dem Interessenten.”

    Ja, sogar, wenn es nicht eingeladen wurde. Und über den fragwürdigen Wert eines Facebook-Fans wollen wir nicht ernsthaft streiten, oder? Andererseits: Wenn Vorstände “Mein Haus, mein Auto, meine Facebook-Fans” spielen, mag es relevant sein. Aber was sind das für Vorstände?

    “Stärkere Bindung zur Zielgruppe.” Zielgruppe, wenn man sie nicht aus der Artillerie kennt, offenbaren relativ eindeutig ein überholtes Kommunikationsverständnis mit Unternehmen als Sendern und Zielgruppen als Empfängern.

    “Besseres Verständnis der Kundenwünsche” Der Kundenwunsch – gepaart mit dem Willen des Unternehmers -, ist Grundlage der Unternehmung, und das Erfolgsgeheimnis vieler Unternehmungen ist nicht, Kundenwünsche zu verstehen, sondern zu wecken.

    “Involvieren der Kunden in Veränderungsprozessen und neue Produktentwicklungen.” Wo ist das erfolgreich bei einem großen börsennotierten Unternehmen geglückt? Und nein, Fiat hat den 500 nicht von Verbrauchern entwicklen lassen, sondern eine Meinungsumfrage zu einer brillanten PR-Aktion umgedeutet.

    “Stärkung der Identifikation mit der Unternehmensmarke.” Wo ist das meßbar geschehen?

    “Schnellere Information der eigenen Mitarbeiter” Erfolgreiche Unternehmungen leben von arbeitsteiligen Prozessen. Kluge Vorstände wissen, dass sie ihre Führungsmannschaft nicht durch direkte Befehle umgehen sollten. Und perfekte Diktaturen brauchen keine social medialisierenden Vorstände, die haben ihre Prozesse im Griff. Oder habe ich verpasst, dass sich Steve Jobs bei Twitter registriert hat?

    “Bessere Einbindung der „Heavy User“ und „Meinungsbildern“” Einbindung wobei?

    “”Was sind die GRÜNDE?

    • UNKENNTNIS mit der Welt der Social Media. (fehlendes Verständnis)
    • FEHLENDE persönliche Relevanz (fehlende Relevanz)
    • MANGELNDE Zeit (fehlende Zeit)
    • Rechtliche HAFTUNGSRISIKEN (fehlende Sicherheit)
    • FEHLENDE Unternehmensstruktur
    • FEHLENDE Erfolgscases”

    Die Gründe sind also alles Defizite. Das mag zu einer anderen aktuellen Untersuchung passen, nach der erfolgreiche Manager ausgeprägte Schuldgefühle haben, dass es aber gute Gründe gibt, bestimmtes nicht zu tun, wird völlig ausgeblendet. Das spricht weder für das Untersuchungsdesign, noch die Antwortenden, noch die Auswertenden. Oder wurden nur Verliererunternehmen befragt?

    “Deutschlands TOP Manager sind nicht mit Computern auf die Welt gekommen. Während für Generation der 90ger Handys, Computer und iMacs zur Kinderstube gehörten, haben die aktuellen Vorstände Computer erst in Studium und im Berufsleben kennengelernt. So ist es in der mentalen Verankerung immer ein Arbeitsgerät geblieben und nicht selbstverständlicher Bestandteil des Lebens geworden.”

    Gibt es dazu Zahlen? Auch im Vergleich zu anderen Ländern? Und wie konnten Bill Gates und Steve Jobs, die ebenfalls nicht mit Computern auf die Welt gekommen sind, zwei der größten IT-Unternehmen aufbauen. Und SAP: ein Resultat der entcomputerisierten deutschen Landschaften? Ein anderes Beispiel Samsung: Wann wurde der ersten Computer in Korea installiert? Und was ist daran so falsch, Computer als Arbeitsgerät zu sehen?

    “Social Media ist durch „Bull Shitting“ groß geworden. Je lauter und aggressiver der Stil, desto höher die Followerzahl. ”
    Eine starke Behauptung mag zwar so manchen schwachen Beweis ersetzen, aber ich finde die Zahlen hier recht aufschlußreich: http://twitaholic.com/ Außerdem die dringenden Empfehlung das Stichwort “Popkultur” zu recherchieren.

    “Es gibt keinen weltweit präsenten Case, der den Vorständen zeigt, wie jemand aus ihren Reihen durch konsequentes Engagement in Social Media den Wert des Unternehmens deutlich gesteigert hat.”

    Vielleicht gibt es dafür gute Gründe.

    “Dem gegenüber sind die Medien randvoll mit Fällen, in denen ein Klick zum Todesurteil wurde. Social Media ist zur Massenvernichtungswaffe für Vorstände, Politiker und Prominente geworden. Meist zur Freude der klassischen Medien und unter dem Applaus der staunenden Öffentlichkeit. (Beispiel). Vroniblog stutz einen Grafen und Politikstar zum Lügenbaron zurück und ganz Deutschland macht mit.”

    Ist jemand gestorben? Habe ich etwas verpasst? Oder reagiere nur ich als ehemaliger Soldat so empfindlich auf diese PR-Bullshit-Übertreibungen? Davon abgesehen: Zu Guttenberg ist nicht wegen Vroniplag (nicht blog), und auch nicht wegen GuttenPLag (so hieß das nämlich wirklich) gestürzt, sondern weil er betrogen und gelogen und getrickst hat und damit seine zentralen Markenversprechen Klarheit, Wahrheit und Verantwortung gebrochen hat. Ein Umstand, der der Deutschen Markenarbeit nicht auffällt?

    “Unternehmen sind von der Geschwindigkeit und der Komplexität der neuen Medien genauso überfordert, wie ihre Agenturen. Kommunikationsstruktur und -architektur behindern die umfassende Steuerung. Noch liegen Marketing, PR, Corporate und Social Media auseinander, denn in einer Hand. So gibt es auch keine strategische Einbindung der Vorstände in diese Tätigkeiten.”

    Ja, alle außer der Deustchen Markenarbeit sind überfordert. Seltsam nur, dass zahlreiche gut geführte Unternehmen, die Kommunikation nicht nur ihre Vorstände darin einbinden, sondern vor allem Vorstände ihrerseits diese Themen schon lange zur Chefsache gemacht haben – mitsamt ihrer überforderten Kommunikationschef, Berater und Agenturen. Alle nur ein Haufen Dilettanten?

    “• Solange es keinen Erfolgsfall gibt, werden Vorstände nicht aktiv.”

    Weil Vorstände ja dafür bekannt sind, nur Sachen nachzumachen.

    “• Allerdings entsteht eine Glaubwürdigkeitslücke, wenn das Unternehmen aktiv ist, die Vorstände nicht.”

    Bei wem? Warum? Nicht auszudenken, wenn Vorstände ihre Arbeit machen, statt zu twittern.

    “• Die Vorstände brauchen eine klar definierte Aufgabe in der Social Media Strategie des Unternehmens”

    Wer sollte diese definieren? Der Aufsichtsrat? Das Gelächter über eine entsprechende Passage im Vertrag wäre in ganz Deutschland zu hören.

    “• Die gezielte Einbindung ermöglichst spürbare Wertsteigerung bei der Stärkung der Identifikation, der Bindung von Talenten.”

    Spürbar oder messbar? Wellness-Oase statt Bilanz?

    “• Die ersten Vorstände, haben die größten Möglichkeiten sich zu profilieren.”

    Weil Vorstände das ja so nötig haben.

    “• Social Media bietet die wirkungsvollste Möglichkeit die Identifikationskraft der Unternehmensmarke und des Vorstands zu erhöhen”

    Wie lautet die Reaktionsgleichung?

    “• Der Fokus der Vorstände in Social Media liegt in der internen Kommunikation”

    Sagt wer? Und warum sollten sie sich dann in den sozialen Medien engagieren? Das spräche doch allenfalls für Investitionen in den Aufbau interner sozialer Netzwerke.

    “Dass auch Benedetto und Queen Elisabeth in der Welt der Social Media aktiv sind, kann kein Zufall sein.”

    Und das alles, während Benedetto noch eigenhändig den Osservatore vollschreibt – mit der Hand. Das scheint mir der strategische Hebel, mit dem dereinst seine Selig- und Heiligsprechung eingeleitet werden, denn hier wirkte er echte Wunder.

    Und Wundern ist ein gutes Stichwort. Was soll mann auch sonst tun …

    • Lieber Sascha, vielen lieben Dank für deinen ausführlichen Kommentar. Da er mitunter nicht mal soeben zu beantworten ist, musst du mir dafür ein wenig Zeit einräumen.

      Auf jeden Fall sind wirklich schöne Fragen dabei, die eine solche Sache ja auch zu Recht aufwerden soll. Sonst hätte man ja keinen Ansatzpunkt mehr, um sie auch einmal präsentieren zu dürfen.

      Ich danke dir aber jetzt schon einmal, dass du dich so sehr damit auseinander gesetzt hast und das es eine Menge gibt, über die wir diskutieren können.

      LG aus Düsseldorf

      André

    • Lieber Sascha, noch einmal vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar. Ich versuche mich trotzdem mal ein wenig kürzer zu fassen und einige deiner Fragen zusammen zu beantworten / zusammen zu fassen. Ich hoffe das ist für dich in Ordnung.

      1. Ein Vorstand muss heute mehr als ein Manager sein
      Ein Manager ist Identifikationsfigur in das Unternehmen, Magnet für Talente und Vertrauensanker für Partner und die Öffentlichkeit. Für diese Aufgaben ist es wichtig, dass sie auch als Persönlichkeit erlebbar sind. Dazu kann Social Media beitragen.
      Allein das Thema innere Kündigung der Mitarbeiter kostet die deutschen Unternehmen 110. Mrd Euro (laut sueddeutsche). Social Media kann die Bindung ans Unternehmen stärken.

      Im gleichen Zuge sagen wir nicht, dass ein Vorstand twittern “muss”, sondern dass das Social Web unterschiedliche Möglichkeiten und Potentiale bietet, die Erlebbarkeit der eigenen Person zu erhöhen. Kanal, Inhalte und Co werden spezifisch angepasst.

      2. Zum Thema HR: Ja funktioniert ausgesprochen gut. Sind wir deiner Meinung :) Gerne mehr davon und gerne mit Involvement des Vorstands.

      3. Valide Zahlen
      Valide und verifizierte Zahlen, besonders bei Budgets bleiben durch die Komplexität und Vielfalt des Mediums ein schwieriges Thema. Die wachsende Zahl der Mitarbeiter auf Kunden und Agenturseite, die sich mit dem Thema Social Media beschäftigen zeigt, die Ausgaben dafür steigen. Wir haben die Untersuchung zusammen mit der DIKRI durchgeführt. Alle Ergebnisse der 182 DAX Vorstände wurden dort über Wochen gesammelt und später händisch ausgewertet.

      4. PR Bullshit Bingo Verdeutlichungen
      Entschuldige, wenn hier vorgenommene Äußerungen einen wunden Punkt getroffen haben. War nicht gewollt.

      5. DAX Vorstand / Unternehmen
      Ist natürlich nicht direkt vergleichbar – trotzdem erscheint uns das Verhältnis spannend, interessant und ausbaufähig.

      Ansonsten hast du noch einige andere Punkte angesprochen, über die wir gut den restlichen Tag diskutieren könnte. Vielleicht ergibt sich ja mal die Möglichkeit, das auf einer anderen Ebene/Plattform/Kaffee/Cappuccino/Kuchen zu diskutieren.

      Für uns, und damit meine ich DIKRI und die Deutsche Markenarbeit ist es auf jeden Fall aufschlussreich. Vor allem da es solange danach aussah, das Thema würde keinen interessieren.

      Viele liebe Grüße und danke für deine rege Teilnahme

      • Sascha Stoltenow sagt: 15. August 2011 um 12:51

        Lieber Andre,

        mein Eindruck ist, dass Dein Interesse an einer fundierten Diskussion überschaubar, die Freundlichkeit in bester Call Center-Manier nur aufgesetzt ist. Von den Fragen, die ich gestellt habe, bleiben die meisten unbeantwortet, die Argumentation ist weiterhin schwach.

        “Ein Vorstand muss heute mehr als ein Manager sein”
        Vorstände mussten schon immer mehr als ein Manager sein.

        “Ein Manager ist Identifikationsfigur in das Unternehmen, Magnet für Talente und Vertrauensanker für Partner und die Öffentlichkeit.”

        Du meintest wohl “Vorstand”, aber auch das ist nicht neu. Man schlage das Stichwort “Stakeholder” nach. Bei der Pflege der Beziehungen spielt die Persönlichkeit eine Rolle, ja, die Rolle des Vorstandes aber wird durch die Erwartungen der Stakeholder strukturiert, die zu einem sehr großen Teil nicht-medial adressiert werden. Das kann man wissen, aber wenn man ernsthaft Vorstände beraten will, muss man das wissen.

        “Allein das Thema innere Kündigung der Mitarbeiter kostet die deutschen Unternehmen 110. Mrd Euro (laut sueddeutsche). Social Media kann die Bindung ans Unternehmen stärken.”

        Abgesehen davon, dass die Formeln, die diesen Berechnungen zu Grunde liegen, mehr als fragwürdig sind, ist die “innere Kündigung” vor allem eine Frage der Unternehmenskultur, also einem Orientierungssystem, das deutlich persistenter ist, als Vorstandsverträge dauern. Und wie hoch die Integrationskraft eines Vorstands gegenüber der Belegschaft ist, zeigt eindrucksvoll die einzige in der Untersuchung erfasste Frau: Angelika Dammann ist nicht mehr nur nicht mehr Vorstand, sondern wurde in einem sauberen Coup des Betriebsrats medial desavouiert.

        “Valide und verifizierte Zahlen, besonders bei Budgets bleiben durch die Komplexität und Vielfalt des Mediums ein schwieriges Thema.”

        Sag doch einfach, dass Ihr es schlicht nicht wisst. Das, was man weiß, bspw. dass Werbegelder nach Online geschoben werden, sagt nichts über Wirksamkeit von Social Media aus. Wie Ihr aber auf die Idee kommt, zu sagen, dass sich etwas messbar verbessern lässt, bei kritischen Rückfragen aber sagt, das sei wegen der Komplexität ein schwieriges Thema, ist mir unerklärlich.

        Der einzige wunde Punkt beim Thema “PR Bullshit Bingo” ist, dass Ihr einfach nicht sauber recherchiert habt. Dies jetzt in ein Beleidigtsein der Kritiker umdeuten zu wollen, wirkt hilflos. Also nochmal: Schaut Euch die Twitterscharts an und weist plausibel nach, was Ihr behauptet.

        Und warum DAX-Vorstände? Diese Frage lässt sich ganz einfach beantworten: Weil es der klassischen Nachrichtenlogik folgt. Prominenz! Wenn ich aber das Untersuchungsdesign richtig verstanden habe, wurden 20 Vorstände befragt, richtig? Jetzt könnte man zwar mit einer Response-Quote von mehr als 10 Prozent in der Stichprobe und einer daraus abgeleitetetn Validität und Realibität argumentieren, die Wirklichkeit ist aber schlicht, dass die Untersuchung bullshit galore ist, mit einem durchaus attraktiven PR-Wert, der aber mehr über fehlende journalistische Standards sagt, als über die Qualität der Untersuchung.

        Nein, weder Deine Antworten noch die Untersuchung überzeugen mich, und während ich jedem, der mit einer unternehmerischen Idee an den Start geht, allen nur erdenklichen Erfolg wünsche, ich bin mir nicht sicher, dass der Markt das anders sieht.

        • Lieber Sascha,

          DIKRI hat 1,5 Monate alle Aktivitäten der Vorstände der DAX 30 Unternehmen untersucht. Es wurden keine Vorstände zu dem Thema befragt. Alle Aktivitäten wurden händisch notiert, übertragen und ausgewertet. Daher bezeichnen wir es auch als eine Untersuchung, da die Ergebnisse, wie du ja auch sehen konntest, nicht sehr reichhaltig sind. Zumindest was die Kommunikation und Aktion im Web angeht.

          Wenn du jedoch denkst, ich würde mich nicht mit dir austauschen wollen, dann hätte ich mitunter auf keine deiner Fragen antworten brauchen.

          Wenn das jedoch deine Meinung ist, dann muss ich sie natürlich akzeptieren.

          Trotzdem danke!

          • Sascha Stoltenow sagt: 15. August 2011 um 15:25

            Lieber André,

            warum brauche ich ein paar Minuten, um Reitzle (Linde) auf FB zu finden, wenn es das DIKRI in 1,5 Monaten nicht schafft? Und warum erkennt beim DIKRI niemand, dass es sich um automatisch generierte FB-Profile handelt? Das kann doch nicht Euer Ernst sein?

          • Lieber Sascha,
            bei Reitzle handelt es sich doch auch um eine von Facebook generierte Seite, die mit Hilfe des Wikipedia Artikels vervollstädnigt wurde. Ich kann deine Anfrage aber gerne auch an Herrn Prof Klemens Skibicki weiterleiten, der mit Hilfe seiner Studenten die Auswertung erstellt hat. Seitens Dikri wurde nur eine Person auf Facebook gefunden und das war Herr Reithofer.

            In welchem Falle meinst du die automatisch generierten FB-Profile?

            LG

            André

  2. Sascha Stoltenow sagt: 15. August 2011 um 09:17

    Lieber André,

    ich dachte mir, dass mein 140-Zeichen-Bashing auf Twitter nicht ausreichend ist, und schätze es, dass wir uns ausführlicher “streiten” können.

    • Lieber Sascha, ich würde es auch mal als “Austausch” bezeichnen :) Aber man kennt seine Leute ja und bei einigen weiß man natürlich, dass sie auf das Thema anspringen. Aber so soll es ja auch sein, sonst würde man es ja nicht in das Netz stellen. Lernen kann man nur durch Feedback und das tun unsere Kunden auch.

  3. Jürgen Braatz sagt: 15. August 2011 um 09:32

    Sascha hat alles wesentliche gesagt. Die Verfasser der Studie scheinen weitgehend wissensbefreit über das Tagewerk eines Vorstandes. Ich wende mich gegen die alte Leier von der Glaubwürdigkeitslücke. Ist die in den letzten 12 Monaten nicht oft genug auseinandergenommen worden? Vorstände haben bei SoMe nichts verloren, es ist nicht ihr Job. Martin Winterkorn (VW) hat auch schon lange nicht mehr am Band gestanden und will doch Autos verkaufen. SCHWÄRES Glaubwürdigkeitsproblem.

    • Lieber Jürgen, vielen Dank für deinen Kommentar, auch wenn ich deine Beispiele für nicht passend halte.
      Vielleicht sollten wir uns ja wirklich noch einmal mit unseren Kunden über ihr “wirkliches” Tagewerk unterhalten.

      Vielen Dank für deine Kritik und noch einen angenehmen sonnigen Tag

      • Jürgen Braatz sagt: 15. August 2011 um 10:27

        Ich habe für den Vorstand eine börsennotierten Nebenwerts als Leiter PR und IR gearbeitet. Da muss ich keinen mehr fragen.

        • Lieber Jürgen,

          das ist gut, dann brauchen wir ja wohl auch nicht diskutieren.

          Trotzdem danke für dein Feedback und deine Meinung. Wir haben jedenfalls andere Erfahrungen in unserer Arbeit bisher gemacht.

  4. Es ist eine kluge, weil strategische Entscheidung, wenn Vorstände NICHT Facebook, Twitter und XING für die persönliche Kommunikation nutzen. Warum auch? Dann könnten sie ebenso gut ihre E-Mails selbst beantworten und den Terminkalender selbst pflegen.

    Tun sie aber nicht. Und das hat Gründe. Wer Twitter, Facebook und XING nutzt, ist permanent ansprechbar. Kommt keine Antwort, wird das im allgemeinen nicht positiv aufgenommen. Beantwortet eine Assistentin die Anfragen, ist es wiederum nicht “authentisch”. In beiden Fällen kann ein Vorstand also nur verlieren.

    Das ist bei Popstars wie Lady Gaga und Mark Zuckerberg sicher anders: Die haben Fans, und Fans verzeihen.

    Vorstände sind relevant für diverse Anspruchsgruppen, haben aber sicher nur wenige Fans, die in ihrer Heldenverehrung über das Nichtkommunizieren ihres Idols hinwegsehen.

    Es ist einfach nicht effizient – im Sinne der Prozessoptimierung – für Vorstände, diese Tools zu nutzen. Die sind anders getaktet.

    Das bedeutet aber eben nicht, dass sie keinen Zugang haben: Sowohl Rene Obermann, als auch Reinhard Clemens, Vorstände der Telekom, bloggen intern (und das recht ordentlich). Weil das sinnvoll ist, im Sinne von POST.

    • LiebeR Thilo,

      vielen Dank für deinen Kommentar, bei dem du einige Punkte richtig feststellst.

      Natürlich geben die Charts, die hier gezeigt werden nicht alles wieder, was wir für uns aufbereitet haben. So soll diese gesamte Untersuchung auch keine Empfehlung sein, dass ein Vorstand soziale Netzwerke wie “Twitter” oder”Facebook” nutzen muss. Die Netzwerke bieten jedoch, wie du auch richtig sagst” Mechaniken, die es ihnen ermöglichen, mit ihrer ZG Nummer 1, den eigenen Mitarbeitern Kontakt aufzunehmen.

      “Sowohl Rene Obermann, als auch Reinhard Clemens, Vorstände der Telekom, bloggen intern (und das recht ordentlich). Weil das sinnvoll ist, im Sinne von POST”

      Denn zumindest wir haben in unserer Arbeit festgestellt, dass gerade die eigenen MA in den ZG-Clustern oftmals vernachlässigt werden.

      Stars haben da mit Sicherheit eine ganz andere Möglichkeit und auch ein anderes Vorgehen. Haken dran.

      Bzgl der Taktung stimme ich dir auch zu und komme zum gleichen Schluss. Aber auch hier bieten die sozialen Netzwerke / Plattformen Möglichkeiten, um die Sichtbarkeit oder auch Erlebbarkeit zu erhöhen.

      Natürlich muss man auch dazu sagen, dass man einzelne Ergebnisse und Ableitungen nie auf alle stülpen darf. Es bedarf dazu personalisierte und zielgerichteter Empfehlungen. Denn jeder der Vorstände hat ja auch andere Ziele.

  5. Pingback: Social Media und DAX Vorstände – zwei Welten prallen aufeinander ... | "Monitoring and Seo Tools" | Scoop.it

  6. Sascha Stoltenow sagt: 16. August 2011 um 13:36

    Nochmal zu den automatisch generierten FB-Profilen:

    Ich meinte das von Norbert Reithofer bzw. die beiden von Herrn Reithofer, wobei das eine durchaus eine Fanseite sein könnte, diese wurde aber erst im April angelegt und beide beziehen biographische Informationen aus der Wikipedia.

    Wie dem auch sei. Ich habe mir gestern noch mal 15 Minuten Zeit genommen, und ein paar Namen von Vorstandsvorsitzenden bei FB eingegeben (Ich wage es nicht, das recherchieren zu nennen). Mein Schluß aus dieser Übung: DMA und DIKRI offenbaren signifikante methodische Mängel. Die Untersuchung ist nicht ernst zu nehmen.

    Herbert Hainer priv. https://www.facebook.com/profile.php?id=733183043
    Public: https://www.facebook.com/pages/Herbert-Hainer/120357851343203 , 18 likes

    Martin Blessing: https://www.facebook.com/pages/Martin-Blessing/187476357961821, 7 likes

    Dieter Zetsche: https://www.facebook.com/pages/Dieter-Zetsche/142753045737279, 185 likes

    Josef Ackermann: https://www.facebook.com/pages/Josef-Ackermann/120066794706516, 670 likes

    Frank Appel: https://www.facebook.com/pages/Frank-Appel/141240792569752, 39 likes

    Norbert Reithofer 1: https://www.facebook.com/pages/Norbert-Reithofer/139301916140524?sk=info

    Norbert Reithofer 2: https://www.facebook.com/pages/Norbert-Reithofer/139171066110977

    Martin Winterkorn: https://www.facebook.com/pages/Martin-Winterkorn/139232989437847

    Heinrich Hiesinger: https://www.facebook.com/pages/Heinrich-Hiesinger/141441189212551?ref=ts

    • Lieber Sascha,
      komischerweise sind die von dir aufgeführten Seiten auch alles von Facebook generierte Seiten. Und wie schon gesagt, in den kompletten Ergebnissen wurde auch deutlich gesagt, warum wir diese Seiten nicht mit aufgenommen haben.

      LG

      André

      • Sascha Stoltenow sagt: 16. August 2011 um 15:03

        Lieber André,

        nicht die von mir aufgeführten Seiten sind “komischerweise” automatisch generierte Seiten, sondern die von Euch in die Ergebnisseite aufgenommene Reithofer-Seite. Und: Wo sind denn die kompletten Ergebnisse, bzw. eine transparente Beschreibung der Methodik? Weder hier, noch andernorts wird darauf verweisen.

        • Lieber Sascha, die von dir aufgeführten Seiten wurden seitens DIRKI gar nicht berücksichtigt, da wie du richtig anmerkst, es sich um automatisch generierte Seiten handelt.

          Die kompletten Ergebnisse gibt es, wenn man sich dazu mit uns oder DIKRI in Verbindung setzt, so wie es bei vielen anderen Untersuchungen auch ist.

          In diesem Sinne.

          • Sascha Stoltenow sagt: 16. August 2011 um 15:17

            Lieber André,

            und warum taucht dann die Reithofer-Seite in der Untersuchung auf? Und wer hat sie angelegt?

            Mit der Studie befasse ich mich gerne. Mein Mail-Adresse hast Du via Xing.

  7. Achje, ich hatte ja gehofft, André, deine Antworten auf Saschas detaillierte Anwürfe hätten mehr Substanz. Aber es bleibt genauso blabla wie der Blogpost und die darin enthaltenen, unfundierten Behauptungen (nicht Schlüsse).

    Und sag jetzt nicht “Danke für dein Feedback, auch wir lernen dazu…” – Ihr hättet die Studie in der Form überhaupt nicht veröffentlichen dürfen. Denn so führt ihr nicht nur euch selbst vor, sondern auch noch den/die/das DIKRI, die offenbar trotz professoraler Besetzung nicht mal die Grundlagen sauberer Mafo-Methoden beherrschen. Von einer Ahnungslosen in der Wiwo-Redaktion mal ganz abgesehen.

    Für die Diskussion “was bringen Social Media für Konzernvorstände” bin ich weiterhin zu haben, über eure Studie ist alles gesagt. Sorry, wenn ich das mal so schroff sage, aber soviel Schwachfug macht Beratern, die sauber arbeiten nur das Leben schwer und das ärgert mich.

    • Lieber Tapio,

      anscheinend beschäftigt euch das Thema ja doch ziemlich und ich antworte dir natürlich gerne.

      Erstens handelt es sich um eine Untersuchung, wie ich auch gestern in diversen Kommentaren erwähnt habe. Des Weiteren sehe ich keinen Grund, das Thema mit dir auf diesem Wege diskutieren zu müssen. Gerne das nächste mal bei einem persönlichen Wiedersehen und Zeit deinerseits.

      Wie gestern auch schon erwähnt war das Feedback sehr reichhaltig. Und da man seine Leute ja kennt, weiß man auch, dass sie unterschiedlich reagieren.

      Insofern ist das völlig in Ordnung. Das du meinst, das wir “nicht sauber arbeiten” ist halt deine Meinung, auch wenn du dir darüber in meinen Augen kein Bild machen kannst.

      In diesem Sinne. Weiterhin viel Erfolg mit deinen Kunden, die wissen was sie an dir haben und deine Leistungen auch zu schätzen wissen.

      LG

      André

  8. @Tapio: Was mich in Zusammenhang mit Deinem Punkt der Erschwernis fürs Beraterleben auch ärgert, ist die Tatsache, dass etwa die WiWo das Ganze unkommentiert veröffentlicht. Zum Haare raufen!

  9. André, ganz ernsthaft, du tust dir mit Sätzen wir “ist halt deine Meinung” keinen Gefallen.

    Wenn die Untersuchung methodisch sauber war, ist es nicht zu erkennen (ein Kommunikationsproblem). Die “Schlüsse”, die ihr draus gezogen habt, sind oberflächlich und schlecht begründet (ein Kompetenzproblem). Da gibt es leider kein “meine Meinung”/”deine Meinung”.

    (Und mal abgesehen vom Inhalt: Wenn ihr einen Blogpost mit Kommentarmöglichkeit veröffentlicht, bleibt euch gar nichts anderes übrig, als “auf diesem Wege diskutieren zu müssen”.)

    So, und jetzt ist (für mich) gut. Nächstes Mal gern beim Bier Auge in Auge ;-)

  10. Sascha Stoltenow sagt: 16. August 2011 um 15:07

    Und noch ein Nachtrag zu den automatisch generierten Seiten (und warum es ein Fehler war, sie nicht zu berücksischtigen): Gerade das ist doch ein interessantes Phänomen, dass Vorstands- wie auch Unternehmenspages oder Fanpages ohne Zutun des Vorstands bzw. des Unternehmens entstehen und Menschen diese dann sogar in erstaunlich großer Zahl liken (oder sind es Bots?). Das wäre doch mal ein Hebel gewesen, um interessant udn intelligent zu argumentieren, statt sich fortwähredn selbst zu entblößen.

  11. Hi, wir hatten das Zahlenmaterial, das unser Researchteam als rein quantitative Erhebung durchgeführt hat. Auf unserer Facebook-Seite der Download.
    http://www.facebook.com/braininjection?sk=app_124583834289123
    Hätte man das ursprünglich gelesen, wären auch die meisten Kommentare hier überflüssig, denn da haben wir ganz klar gesagt, dass die ganzen automatisch generierten Wikipedia-Facebook-Seiten nicht gezählt wurden – das sind KEINE Seiten, die da mal eben so von den Kritiekern hier gefunden wurden. Die Verifizierung von Accounts oder Fanseiten wurden recht aufwendig durchgeführt. Nur mal so zur Info. Schön finde ich aber hier die Diskussion über die Interpretation der Daten und Notwendigkeiten der Nutzung durch Vorstände :-)
    Lieben Gruß
    Klemens Skibicki

    • Sascha Stoltenow sagt: 18. August 2011 um 09:07

      1. war es nicht möglich, diese Methodik nachzuvollziehen, weil die Untersuchung ja der Wiwo angeblich “exklusiv” vorlag sowie die Veröffentlichungen hier nicht auf die Methodik eingingen.

      2. ist auch das aufgeführte Reithofer-Profil Wikipedia basiert, wie sich hier recht eindeutig nachlesen lässt: https://www.facebook.com/pages/Norbert-Reithofer/139301916140524?sk=info

      3. ist nicht ermitelt worden, wer das Reithofer-Profil angelegt hat.

      4. stammt der erste Eintrag auf der Wall des Reithofer-Profils vom 16. April 2011, also einem Tag nach Ende des Untersuchungszeitraums, was zwar mit der geringen Fanzahl in der Untersuchung korrespondiert, aber erneut die Frage aufwirft, wer das Profil wann angelegt hat. Zumindest den Zeitpunkt müssten Sie ja konkretisieren können.

      5. halte ich es für ein weitaus interessanteres Phänomen, dass einige der automatisch generierten Profile deutlich mehr Fans haben, als das Reithofer-Profil, dessen Herkunft unklar ist.

      6. Ist es mehr als plausibel, dass das in der Untersuchung angeführte Profil von Bill Gates professionell und nicht persönlich gepflegt wird. Außerdem ist Gates als Gründer nicht mit einem angestellten DAX-Vorstand gleichzusetzen.

      7. Ist mir nicht klar, warum wegen dieser Methodik die meisten Kommentare hier überflüssig sein sollten, und ich wäre auf eine entsprechende Begründung gespannt, weshalb sich

      8. nichts an der Kritik ändern muss, denn die Untersuchung ist eine intellektuell fragwürdige und methodisch wenig fundierte Arbeit, die in so vielen Dimensionen unhaltlbar ist, dass der einzig interessante Befund darin liegen könnte, ihre mediale Rezeption zu untersuchen. Das wiederum lässt sich durch eine einfache Heuristik im Umfeld von Sommerloch, Prominenz und journalistischem Versagen abdecken.

      Oder kurz: PR-Bullshit.

  12. Pingback: Enterprise 2.0: Nutzung sozialer Software im Unternehmen – Konsequenzen für den Kundenservice | Prof. Dr. Heike Simmet

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