Blog

Logo Markenarbeiter

Marken für die Mobilität

Es scheint so, als wäre es eine der spannendsten, aber auch größten Aufgaben, vor der eine gesamte Branche in den letzten Jahren Stand.

Gestern bei der Eröffnung des Elektronik im Fahrzeug Kongress (#ELIV) in Baden-Baden wurde das mehr als deutlich. Hohe Vertreter fast aller deutschen Automobilhersteller diskutierten darüber, was die Branche denn nun verändern würde.

Helmut Matschi, Mitglied des Vorstands, Division Interior, Continental AG
• China

Ricky Hudi, Leiter Entwicklung Elektrik/Elektronik, Audi AG
• Fahrerassistenz
• automatisiertes/pilotiertes Fahren

Elmar Frickenstein, Bereichsleiter Elektrik/Elektronik BMW
• Elektromobilität
• Connectivity

Dr. Volkmar Tanneberger, Bereichsleiter Elektrik/Elektronik VW
• Elektromobilität

Die Antwort konnte keiner von ihnen geben, doch blieben zwei große Worte im Raum stehen.

FREUDE ODER NUTZEN

Wenn man den Herrschaften so zuhört, wie sie über ihre Autos sprechen, dann merkt man vor allem eins. Pure Freude. Wie kleine Kinder reden sie von den Entdeckungen und Abenteuern die sie durchgemacht haben. Als wären sie gerade mit dem neuen Bobby Car das erste mal durch das heimische Wohnzimmer gerutscht.

“Es ist die Zukunft und da kommt keiner mehr dran vorbei”

Doch wie bekommt man es denen vermittelt, die diese Autos am Ende kaufen sollen. Es fühlt sich an, als wäre es für die Menschheit ein gänzlich neuer Schritt. Kein aufheulen des Motors mehr, wenn man auf das Gas tritt. Stattdessen ein System, das Energie speichert, sobald man bremst. Ein System, das einem die Arbeit abnimmt. In der Ingenieurssprache pilotiertes fahren genannt.

Während man sich ein wenig um meine Frage “Was ist es denn nun, was diese Autos für den Endverbraucher spannend macht? Die Fahrfreude oder der Nutzwert?” herum windete, bleibt es für die Marken und deren Markenexperten dabei.

Es gilt und das möglichst schnell, den Mehrwert dieser Fortbewegungsmittel herauszuarbeiten.

Dabei wird es nicht nur für die Hersteller, sondern vor allem auch für den Verbraucher interessant sein, wie diese Wagen positioniert werden. Ein BMW i3 zum Beispiel, den manch einer mit unter 4 m als schönen Cityflitzer bezeichnen würde, macht mit mindestens 35.000 € die Brieftasche leer. Nun stellt sich die Frage, ob die Gesellschaft schon so weit ist und die Nachhaltigkeit vor die Einfachheit und gelernte Fahrfreude stellt.

Denn eins bleibt sicher. So schön diese Autos auch sind. Für den Verbraucher heisst es erst einmal lernen und sich auf etwas gänzlich neues einzulassen.

RSS: Blog abonnieren

Eine Antwort auf: Marken für die Mobilität

  1. Pingback: Branchentreff zur E-Mobility | Verein Deutscher Ingenieure

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>